Brevet, Randonneure, was ist das?

Was verbirgt sich hinter den Begriffen Brevet und Randonneur?

ARA Münsterland, 2015 von Ben Urbanke gegründet, ist ein offizieller Brevet-Organisator und erläutert die Thematik:

Du wolltest schon immer probieren eine Langstrecke zu fahren? Zeiten sind für dich nicht so wichtig? Der Spaß am Sport in der Natur ist für dich der ausschlaggebende Faktor?
Brevet-Fahren vereint all diese Elemente. Es geht nicht darum, einen Sieger zu ermitteln. Der Weg ist das Ziel. Jeder fährt in seinem Tempo, denn Brevet-Fahrten stehen unter dem Motto: „Reisen statt Rasen“.

AUDAX RANDONNEURS ALLEMAGNE
ARA steht für Audax Randonneurs Allemagne und heißt übersetzt so viel wie unabhängige (auch: selbstständige, verwegene) Radwanderer Deutschlands. Als das Fahrrad in der Wende zum 20. Jahrhundert für breite Bevölkerungsschichten erschwinglich wurde und sich zum Massenverkehrsmittel entwickelte, fuhren viele Menschen in Frankreich im Sommer mit dem Rad von Paris an die Kanalküste, den Atlantik oder in den Süden. So fing das mit den Langstrecken an.

Audax Randonneurs Allemagne ist Mitglied im Weltverband Randonneurs Mondiaux (RM), der Dachorganisation der weltweiten Randonneure. Nach dessen Regeln werden in Deutschland von den ARA-Organisatoren Brevets angeboten.

ARA ist ein offener Zusammenschluss von Brevet-Organisatoren und kein Verein: Es sind also alle herzlich eingeladen, an den Brevet-Fahrten teilzunehmen, egal ob als Anfänger, Fortgeschrittener oder Profi! Erkunde die Münsterländer Parklandschaft bei einem der Brevets, die ARA Münsterland jährlich anbietet!

BREVET
Brevet lässt sich frei mit „Prüfung“ übersetzen. Jeder Teilnehmer prüft sich selbst, ob er der Streckenlänge gewachsen ist. Die Langstrecken beim Brevet liegen zwischen 200 km und 1200 km.

RANDONNEUR
Der Randonneur bist du, wenn du an einem Brevet teilnimmst. Der Randonneur zeigt Respekt gegenüber seinen Mitfahrern, egal ob Anfänger oder Profi. Der Randonneur trotzt auch mal widrigen Umständen. Randonneure halten zusammen und motivieren sich gegenseitig, helfen sich untereinander und akzeptieren ihre Mitfahrer.

ZEITNAHME
Eine offizielle Zeitnahme gibt es nicht, da Brevet-Fahren unter dem Motto „Reisen statt Rasen“ steht. Ziel ist es, die Distanz zu schaffen. Jede(r) darf dabei so schnell oder gemütlich in die Pedale treten, wie es sich an dem Tag am besten anfühlt.

ZEITBEGRENZUNG
Die für jedes Brevet vorgegebenen Zeiten hängen von der Länge ab: 
13:30h (200 km), 20h (300 km), 27h (400 km), 40h (600 km) 75h (1000 km).

STRECKENFÜHRUNG
Die Streckenführung wird den Teilnehmern vor Veranstaltungsbeginn als GPX-Datei per E-Mail zugeschickt.

WETTER
Gestartet wird bei jedem Wetter, denn der Randonneur hält das aus und kleidet sich einfach entsprechend. Einzige Ausnahme: Eisglätte, denn Sicherheit geht vor.

VERSORGUNGSSTELLEN
Anders als bei RTF-Veranstaltungen gibt es unterwegs keine, vom Veranstalter organisierte, Verpflegung. Die Stempel für deine Kontrollkarte bekommst du unterwegs meistens an Tankstellen oder kleineren Supermärkten, so dass du immer für Verpflegungsnachschub sorgen kannst und nicht mit vollgepackten Radtaschen losradeln musst. Eine kleine Notverpflegung für den Fall der Fälle solltest du immer vorrätig haben.

ÄRZTLICHE BESCHEINIGUNG
Eine ärztliche Bescheinigung musst du uns nicht vorlegen, denn Du bestätigst uns vorher, dass du fit bist. Für eine ärztliche Bestätigung musst du dich nicht ins Wartezimmer setzen.

VERSICHERUNG
Nein. Brevet-Fahren ist reines Privatvergnügen. Es gibt keine Veranstalterhaftpflicht. Bei Brevets, die auch im Ausland stattfinden, empfiehlt es sich, eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung abzuschließen.

Quelle: ARA Münsterland, mit freundlicher Genehmigung von Ben Urbanke


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