Flipjestoertocht 2017_0

Flipjestoertocht in Tiel / NL am 22.07.2017

Interland-Trofee – „Flipjes Toertocht“.

Wie im Jahr 2016 wollte ich auch in diesem Jahr an der Interland-Trofee, an der „Flipjes Toertocht“, in Tiel in den Niederlanden teilnehmen und die 165 km-Strecke abfahren. Weiter wurden Strecken über 48, 85, 115 km angeboten. Der Veranstalter hatte für dieses Jahr neue Strecken ausgearbeitet. Da der Start mit 07.00 Uhr angegeben war hieß es früh am Samstagmorgen aufstehen. Meine Sachen hatte ich schon am Vorabend gepackt, so dass ich nur noch mein Rennrad im Auto verstauen mußte. Gegen 06.30 Uhr traf ich in Tiel ein und parkt auf einen der ausgewiesenen Parkplätze. Mein erster Weg war dann erst mal Einschreiben lassen. Dabei bekam ich die Deelnemerskart (Teilnehmerkarte) die auch gleichzeitig die Stempelkarte für die Kontrollstellen war, einen Gutschein für ein Nudelgericht nach der Tour, eine Übersichtskarte der Tour mit der Notfallnummer sowie eine Übersicht der einzelnen Wegabschnitte mit der Angabe der Kontrollstellen. Bei der Durchsicht entdeckte ich, dass die erste Kontrollstelle erst nach 80 km kam. So steckte ich mir für unterwegs einige Riegel zur Verpflegung ein. Auf den Start mit anderen Teilnehmern braucht ich nicht warten und konnte gleich losfahren. Da ich die Strecke vom Veranstalter auf mein Garminnavi geladen hatte, ließ ich das Gerät zur Kontrolle mitlaufen. Sicher ist sicher dacht ich mir.

Die Strecke führte schnell aus Tiel hinaus und ich fuhr entlang von Baumschulen und Obstplantagen. Schüsse erschreckten mich bei der Vorbeifahrt an den Kirschbaumplantagen. Hier wurden wohl mit Hilfe von Gewehrschüssen die Vögel aus den Obstbäumen vertrieben. Nach dem Ort Heteren, bei Kilometer 32, wurde per Brücke der Neder-Rijn überquert.

Weiter ging es durch das Flussgebiet am Neder-Rijn entlang in Richtung Arnheim und vorbei an zwei auf ihren Feld-betten und im Schlafsack eingehüllten noch schlafenden Anglern die ihr Lager am Ufer des Nieder-Rijn aufgebaut hatten. Von nun an wurde die abwechslungsreiche Strecke wellig und führte an Arnheim vorbei zum Nationalpark Veluwezoom. Hier kam dann auch die letzte Streckenteilung 115km / 165 km. Wer denkt die Niederlande ist eine flache Ebene der täuscht sich gewaltig. Gerade hier in den Nationalparks gibt es einige schöne Anstiege. Das dieses Gebiet nicht nur bei Radlern beliebt war zeigten die vielen Wanderer an denen ich vorbei fuhr. Waldflächen und Heidegebiete wechselten sich hier ständig ab. Ein wirklich tolles Gebiet. In diesem Teil der Tour sind einige der schönsten Aufstiege in Mittel Niederlande enthalten lt. Veranstalter.

Und dann passierte es doch! Mal einige Zeit nicht aufs Navi geschaut, schon vom Weg abgekommen! Aber warum? Alles war bislang gut ausgeschildert gewesen, jedoch hatte ich eine Bemerkung in der Wegbeschreibung wohl über-sehen. Nach dem Ort Rozendaal sollte man nicht dem Radweg folgen, sondern auf der Straße weiterfahren. Und ich war dem Radweg gefolgt! :-((  Macht ja nichts, waren ja nur 500 Meter gewesen die ich nun zurückfahren musste.

Nach 82 km hatte ich dann die erste Kontrollstelle in dem Ort Loenen erreicht. Da die Kontrollstelle direkt an dem Hotel Restaurat „De Loenermark“ aufgebaut war, entschied ich mich für das Aussencafe des Lokals. Bei einer Tasse Kaffee, einem Stück Appelkooken ohne Schlagroom und einem Glas Cola ließ ich es zusammen mit anderen Radlern gut gehen. Bevor ich nach einer kleinen Pause wieder weiter fuhr, ließ ich mir noch am Stand der Kontrollstelle einen Stempel auf die Stempelkarte geben. Steckte mir noch einen Riegel und eine Banane ein und fuhr weiter.

Die Strecke führte nun durch den Nationalpark De Hoge Veluwe, auch einem Wald und Heidegebiet. Mittlerweile waren auch die Temperaturen gestiegen und erreichten 27 Grad und mit ihr war auch der Wind stärker geworden. Dieser sollte dann bis zum Ziel gegen uns sein, so dass der Rückweg etwas anstrengender wurde auch ohne Steigungen.

Bei Kilometer 124 war dann die zweite und letzte Kontrollstelle am Ortseingang von Renkum. Hier ließ ich mir den zweiten Stempel in die Stempelkarte geben, füllte noch einmal meine Getränkeflaschen auf und stärkte mich mit Bananen und Müsliriegel bevor die letzte Etappe angetreten wurde. Die letzten beiden Anstiege mit 7% waren hinter dem Ort Bennekom. Von da an ging es nur noch flach weiter vorbei an Wiesen, Felder und Sumpfgebieten. Bei Rhenen wurde dann zum letzten mal der Neder-Rijn überquert. Nun waren es nur noch 15 km bis zum Ziel welches ich um 14.15 Uhr erreichte.

Dort angekommen gab ich mein Rennrad in einem mit mehreren Personen überwachten und für sich geschlossenem Areal ab. Gegen die Herausgabe einer für mein Rad bestimmten Nummer bekam ich mein Rad hinterher wieder. Bevor ich nun meinen Gutschein für das Nudelgericht einlöste, holte ich mir noch für die BRD-Wertungskarte den Stempel für die tolle Tour. Zusammen mit anderen Rennradsportlern sah ich mir auf einer Großbildleinwand die Übertragung des Zeitfahrens der Tour de France an während wir die Nudeln und Getränke noch zu uns nahmen.

Fazit: Das frühe Aufstehen und die weite Anfahrt hatte sich wieder gelohnt. Die neue Route der „Flipjes Toertocht“ war von dem Veranstalter sehr gut ausgesucht und ausgeschildert worden. Mit 1179 Höhenmetern auf den 165 km war die Strecke trotz des Gegenwindes auf dem Rückweg auch gut zu bewältigen und mit 1093 Teilnehmern wohl auch eines der etwas größeren Veranstaltungen in den Niederlanden. Gerne wieder!

 

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