Jahresfahrt 2018 des RSV Steinfurt

Auf nach Hitzacker.

Wir vier Radsportler, Rolf Posingies, Kalle Nadirk, Jörg Lewald u. Udo Heinze unternahmen die diesjährige Jahresfahrt 2018 des RSV Steinfurt am Fronleichnamswochenende. Diesmal ging es in den 358 km entfernten Ort Hitzacker an der Elbe. Wir trafen uns am frühen Morgen beim Sportkollegen Rolf, um dann gemeinsam mit den Pkw‘s zum Zielort zu fahren. Nach vierstündiger Autofahrt erreichten wir gegen Mittag Hitzacker und bezogen die Zimmer im Hotel „Zur Linde“ welches für viele Radler, die den Elbradweg befahren, auch Unterkunft für eine Nacht anbietet.

Donnerstag, 31.05.2018

Permanente 1927 / Rundlinge im Wendland / 79 km / 360 hm

Nach dem Mittagessen wurde die erste Ausfahrt unternommen. Die Radsportabteilung vom TuS Hitzacker e.V. bietet für Ausfahrten insgesamt fünf Permanente Touren in der Umgebung von Hitzacker an. Für alle Touren ist Start u. Zielort unser Hotel „Zur Linde“ Die erste Tour sollte uns zu den einzigartigen Rundlingsdörfer im Wendland führen. Von Hitzacker aus führte die Strecke am Hitzacker Bahnhof vorbei über Kamerun nach Metzingen. Kamarun besteht aus einem großen Reiterhof, Reithalle, vielen Ställen sowie vielen Reit- und Turnierplätzen. Von Metzigen aus ging es durch Kiefern- und Mischwälder, wobei die Strecke recht wellig war, über Waddeweitz, Groß Sachau nach Satemin, eines der Rundlingsdörfer. Hier machten wir eine Pause um uns an kühlen Getränken in eines der Biergärten dort zu erfrischen.

Nachdem wir die Rundlingsdörfer hinter uns haben geht es weiter in Richtung Dannenberg. An Dannenberg vorbei verlief die Strecke zu den Elbtalauen. Predöhlsau, Grabau und Nienwedel waren die nächsten kleinen Dörfer bis Hitzacker. Nach 79 km und 360 Höhenmetern durch das wellige Wendland und den Elbtalauen erreichten wir den Ausgangspunkt Hitzacker. Nun machte sich doch bei allen die lange Autofahrt am Morgen sowie die Ausfahrt bei 30 Grad bemerkbar. Um uns wieder zu stärken besuchten wir am Abend das Restaurant „Die Inselküche“ wo auf uns dann noch eine kleine Überraschung wartete (Siehe Foto – Die Inselküche).

Freitag, 01.06.2018

Permanente 1929 / Zum Vielanker Brauhaus / 82 km / 202 hm

Das heutige Ziel sollte das Brauhaus Vielank in dem ehemaligen DDR-Gebiet sein. Bei wieder gutem Wetter fuhren wir nach einem guten Frühstück los.

Von Hitzacker aus führte die wellige und ruhige Strecke entlang einer Landstraße und Wirtschaftswegen über Wietzetze nach Drethem. Von dort wieder entlang der Elbuferstraße nach Neu Darchau, von wo wir mit der Fähre „Tanja“ zum anderen Elbufer übersetzen mussten.

Dort fuhren wir entlang des Elbufers über den Deich, vorbei an einem ehemaligen Wachturm aus DDR-Zeiten, den man als Mahnmal hat stehen lassen, bis in die Höhe von Hitzacker nach Laake. Ab Laake führte die Strecke weiter nach Tripkau und Vielank. Nach ca. 50 km erreichten wir Vielank mit dem dortigen Vielanker Brauhaus. Hier machten wir eine kurze Pause. Dabei mussten wir feststellen, dass es hier wohl an Personal im Brauhaus mangelte. Im Biergarten gab es keine Bedienung, so dass wir uns die Getränke selber holen mussten.

Von Vielank weiter Richtung Dömitz. Diesmal wurde die Elbe über die Dömitzer Elbbrücke überquert. Von dort aus führte die Strecke wieder entlang der Elbuferstraße durch die Elbtalauen und Deiche zurück nach Hitzacker. Kleine Bauerndörfer wie Damnatz, Barnitz, Landsatz, Jasebeck, Wussegel wurden dabei durchfahren.

Samstag, 02.06.2018

Von Hitzacker nach Lüneburg und zurück / 133 km / 670 hm

Heute war das Ziel die Stadt Lüneburg. Der erste Teil der Wegstrecke führte über die Permanente – Durch Drawehn und Elbhöhen – über die Elbuferstraße zu dem Ort Bleckede in der Elbtalaue. Dabei fuhren wir durch die kleinen Orte Tiessau, Drethem, Glienitz, Schutschur, Klein Kühren, Neu Darchau und Alt Garge. In Bleckede machten wir eine kurze Rast am Schloß Bleckede, in der das Biosphaerium untergebracht ist.

Die Ursprünge des Elbschlosses Bleckede gehen auf eine Wasserburg aus der Zeit um 1270 zurück. Ihre Gräben und ein Turm sind noch heute erhalten, aber im Inneren geht es modern zu. Als das Land Niedersachsen 2002 eine fast 570 Quadratkilometer große Fläche der Elbtalaue zum Biospärenreservat erklärte, zog dessen Informationszentrum in das umfassend sanierte Elbschloss ein. Das „Biosphaerium Elbtalaue – Schloss Bleckede“ präsentiert seitdem auf mehr als 1.000 Quadratmetern eine Ausstellung über die vielfältige Natur der Flusslandschaft. Multimedial und spielerisch lernen Besucher die Bewohner der Elbtalaue kennen: Vögel, Fische und Biber. In acht Aquarien schwimmen Elbfische wie Barsch, Hecht oder Stichling aber auch Muscheln und Krebse (Text: Quelle NDR).

Wir setzten die Fahrt fort. Durchfuhren die kleinen Orte Neetze, Sülbeck, Boltersen und Rullstorf zum nächsten Ziel dem Schiffshebewerk Scharnebeck. Das Schiffshebewerk gehört zur Bundeswasserstraße Elbe-Seitenkanal und wurde im Jahr 1974 erbaut. Zur Bauzeit war es das weltgrößte Doppelsenkrecht Schiffshebewerk und ist ein technisches Schauspiel. Für Besucher werden dort Führungen unter fachlicher Leitung angeboten.

Und weiter geht’s nach Lüneburg. Gegen Mittag erreichen wir die Salz- und Hansestadt Lüneburg, die idylisch zwischen Elbe und der Lüneburger Heide liegt. In der mittelalterlichen Altstadt befindet sich der Platz „Am Sande“ umgeben von gotischen Backsteingebäuden. Den Reichtum im Mittelalter hat die Stadt der Salzgewinnung zu verdanken. Das Salzmuseum in der ehemaligen Saline von Lüneburg veranschaulicht die Geschichte und Bedeutung der Salzgewinnung.

Nach kurzer Stadtbesichtigungstour fahren wir zurück nach Hitzacker vorbei an den Orten Wendisch Evern, Barendorf, Vastorf in Richtung Altmedingen. Vor Altmedingen mussten wir eine Ausweichstrecke fahren, da die geplante Wegstrecke in einen Schotterweg überging und zum befahren sehr schlecht wurde.

Nach Altmedingen folgten die Orte Römstedt, Almstorf und Himbergen. In Almstorf machten wir eine Pause im Gasthaus Burmester und stärkten uns mit Speisen und Getränken.

Danach durchfuhren wir auf dem Rückweg den größten durchgängigen Mischwald Norddeutschlands, den Staatforst „Göhrde“, bevor wir Hitzacker am späten Nachmittag erreichten.

Sonntag 03.06.2018

Rückfahrt nach Hause

Nach den schönen sommerlichen Tagen und abwechslungsreichen Rennradtouren stand heute die Rückfahrt an. Alle waren froh, dass die Radtouren der vergangenen Tage alle Unfall- und Pannenfrei überstanden worden sind. Nach dem Frühstück wurden die Koffer bzw. Taschen gepackt und die Rennräder verstaut bevor die Heimreise mit dem Pkw erfolgte.

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