Was ist RTF ?

RTF-Formel A wie Ausdauer nennt sich der bekannteste Zweig beim Radtourenfahren. Das Radtourenfahren (RTF) ist mit sehr vielen Veranstaltungen am Wochenende oder an Feiertagen das wohl umfangreichste Angebot im Breitensportkalender des BDR (Bund Deutscher Radfahrer).

Radtourenfahren ist die sportliche Seite des Radfahrens auf überwiegend verkehrsarmen Straßen. Ohne Zeitnahme und auf unterschiedlich langen Strecken (41, 71, 110 oder 150 km), können die Teilnehmer einen ausgeschilderten Rundkurs mit der von ihnen gewählten Geschwindigkeit abfahren. Da es bei Radtourenfahrten keine Zeitnahme gibt und  unterschiedliche Streckenlängen zur Wahl stehen, ist eine individuelle Wahl der Streckenlänge und der Belastung möglich.

Je nach Art, Schwierigkeit, Länge und Beschaffenheit der Strecke gibt es dabei mehrere Kontrollstellen. Dort wird die Startkarte abgestempelt und in der Regel Verpflegung angeboten. Der Veranstalter setzt in der Regel aus organisatorischen Gründen einen Zeitraum von rund zwei Stunden (zum Beispiel 9 bis 11 Uhr) innerhalb dessen die Teilnehmer auf die Strecke gehen und gibt eine Schlusszeit aus, bis zu der die Teilnehmer zurück sein müssen.

Nach Möglichkeit wird bei Start und Ziel auch die Möglichkeit zum Duschen geboten. Außerdem gehört zu den meisten Veranstaltungen zum Radtourenfahren ein Verpflegung zum Beispiel mit Kaffee und Kuchen im Zielbereich. Das Startgeld für diese Veranstaltungen liegt meist zwischen vier und sechs Euro, dazu gehört auch die Versorgung mit Getränken auf der Strecke. Mit der Anmeldung / Zahlung de Startgebühr akzeptiert man die "Spielregeln" der Veranstaltung aus der StVO und erhält eine Startkarte und Rückennummer, über die man unterwegs als Teilnehmer erkennbar ist.

Mitglieder in einem Verein des BDR oder Landesverbands-Einzelmitglieder können eine Jahres-Wertungskarte zum Radtourenfahren lösen, in der die Punkte für eine erfolgreich beendete Radtourenfahrt eingetragen werden. Entsprechend der fünf Klassen gibt es einen, zwei, drei, vier oder fünf Punkte. Erreichen die Teilnehmer innerhalb einer Saison (Mitte März bis Mitte Oktober) 15 (Frauen) oder 25 (Männer) Punkte, erhalten sie dafür eine Jahres-Auszeichnung. Für Schüler sind mindestens zehn Punkte erforderlich.

Die RTF-Wertungskarte können Mitglieder beim Verein oder Einzelmitglieder über Ihren Landesverband erwerben.

Sternfahrtmodus

Als Variante kann die mit dem Fahrrad absolvierte An- und Abfahrstrecke zur Punktevergabe berücksichtigt werden. Das heißt, Anreise mit dem Fahrrad zum Startort, dort Teilnahme an einer der ausgeschilderten Strecken und wieder Rückreise mit dem Fahrrad. Alternativ ist der Einstieg in die RTF - Strecke an einem vom Veranstalter vorgegebenen Startpunkt mit anschließender Weiterfahrt auf der ausgeschilderten Strecke zum offiziellen Startort der Veranstaltung möglich.

Startpunkt kann eine vom Veranstalter ausgewählte Kontrollstelle sein. Jeder Veranstalter kann selbst entscheiden, ob dieser Modus bei ihm möglich ist und welcher Startort zutrifft. Die Inanspruchnahme von diesem Sternfahrtmodus ist auch für Einzelfahrer zugelassen. Einzelheiten regelt die Ausschreibung des Veranstalters.

Die Punktewertung erfolgt erst ab dem Einstieg beim Startpunkt in die Strecke. Der Eintrag in die Wertungskarte erfolgt am offiziellen Startort der Veranstaltung.

Gewertet werden die Kilometer ab Startpunkt. Am Zielort gibt es die Möglichkeit sich für die Rückreise zu stärken.

Permanente RTF bieten im Gegensatz zu den auf Wochenend- und Feiertage beschränkten A-Fahrten die Möglichkeit, zu jedem Termin eine beschriebene Tour zu fahren.

Die Startzeit für diese zwischen 50 und 110 Kilometern langen Strecken kann der Teilnehmer selbst wählen. Startorte sind in der Regel Tankstellen oder Gaststätten. Der Veranstalter erstellt dafürStartunterlagen in Form von Streckenplänen.
Die Zusammenfassung aller permanenten Radtourenfahrten in der Datenbank von rad-net gibt einen Überblick über diese Strecken. Für die Tour erhält der Fahrer 2 BDR-Wertungspunkte für die Jahreswertung.

Jeder kann an RTFs teilnehmen, auch Nichtmitglieder von Radsportvereinen, aber nur Mitglieder in einem Verein oder Landesverbands-Einzelmitglieder sammeln Punkte für die Jahreswertung.

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